Latein

Fachschaftsvorsitz: Stefanie Mols
Stellvertretung: –

Elternvertretung: Claudia Gabriel, Sabine Wachsmuth

Schülervertretung: –

Mitglieder der Fachschaft Latein in alphabetischer Reihenfolge
Ruth Axer
Anne Frey
Linda Hänsel
Claudia Heimann
Stefanie Mols
Kristina Voßhage

Schulinterne Lehrpläne und Kriterien der Leistungsbewertung

Sekundarstufe 1: Schulinterner Lehrplan

Sekundarstufe 2:Einführungsphase, Qualifikationsphase 1-1, Qualifikationsphase 1-2, Qualifikationsphase 2-1, Qualifikationsphase 2-2

Leistungsbewertung: Kriterien der Leistungsbewertung

Latein – was ist das? 

Rom, die Hauptstadt Italiens, wurde der Sage nach von Romulus in einer Landschaft namens Latium gegründet. Von dieser Landschaft und ihren Bewohnern, den Latinern, hat die Sprache ihren Namen erhalten.  Ursprünglich war es ein Dialekt, der in einem Gebiet von 80 x 20 km gesprochen wurde.

Im Laufe der Zeit dehnten die Römer ihr Gebiet rund um das Mittelmeer aus. Überall wurden Gesetze, Verträge und andere Regelwerke auf Latein verfasst und aufgeschrieben. Dazu benutzte man das lateinische Alphabet, wie ein Großteil der Menschen heute auch noch.

Durch zahlreiche Schriften wie Graffitis, Wahlsprüche, Kochrezepte, aber auch Erzählungen, Mythen, Gedichte wissen wir heute vieles über die Römer: die Sprache Latein ist dafür eine Art Bote!

Die Sprache Latein ist in der heutigen Zeit nicht mehr Amtssprache und wird nur noch im Kirchenstaat, also im Vatikan, gepflegt und gesprochen. Dennoch ist der Trend zu Latein ungebrochen: so erlernten laut einer neueren Umfrage 830.000 Schülerinnen und Schüler in Deutschland diese Sprache. Latein gilt als die dritthäufigste gelernte Fremdsprache.

Gute Gründe, Latein zu lernen

  1. Zukunft braucht Herkunft

Gerade in der heutigen Zeit ist historisches Bewusstsein von großer Bedeutung. Latein öffnet den Blick für die Grundlagen der europäischen Kultur und macht uns unsere kulturellen Wurzeln deutlich. Die Beschäftigung mit Themen und Texten aus der Antike schärft das „historische Denken“ und lässt Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen antiker und moderner Denk- und Lebensweise bewusst werden.

  1. Latein und Europa

Latein wird die „Mutter“ der westeuropäischen Sprachen genannt, die romanischen Sprachen die „Töchter“. Kenntnisse im Lateinischen fördern das Erlernen einer romanischen Sprache (z.B. Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch) und umgekehrt. Aber auch das Deutsche und Englische wurden im Wortschatz und in der Grammatik stark vom Lateinischen beeinflusst. Mach dir selbst ein Bild:

Latein

Italienisch

Spanisch

Französisch

Portugiesisch

Englisch

Deutsch

hora

ora

hora

heure

hora

hour

Stunde

familia

famiglia

familia

famílle

familia

family

Familie

ventus

vento

viento

vent

vento

wind

Wind

  1. Latein in unserem Alltag

Latein prägt viele wissenschaftliche Fachsprachen: Mediziner benennen den menschlichen Körper mit lateinischen Begriffen, die Biologen Tiere und Pflanzen, die Pädagogen ihre Theorien. Moderne Fremdwörter lassen sich aus dem Lateinischen erschließen – kurz: Latein ist überall!

Technik Computer

computare: ausrechnen

Videorecorder

videre: sehen; recordari: erinnern

Recht Jura

ius: das Recht

legal

lex: das Gesetz

Medizin Fraktur

frangere: brechen

Medizin

medicina: Heilmittel

Mathematik Addieren

adddere: hinzufügen

Subtrahieren

subtrahere: wegnehmen

Politik Minister

minister: Diener

Präsident:

praesidere: vorn sitzen, leiten

Fußball

Fan

fanaticus: begeistert, besessen

Defensive

defendere: verteidigen

Werbung

Nevea-Creme

nives: Schnee

Lux Brillentücher

lux: Licht

Wer Latein lernt, geht also der Sprache auf den Grund. So lässt sich manches Verblüffende entdecken, vieles aber auch besser verstehen!

  1. Latein: Training fürs Deutsche

Wenn du Latein lernst, lernst du das „Modell“ einer Sprache kennen: Man kann entdecken, wie eine Sprache funktioniert, was sie leisten kann. Da wir im Unterricht ständig zwischen unserer Muttersprache und dem Lateinischen hin- und herspringen, trainieren wir automatisch auch die deutsche Sprache.

Durch die Arbeit an schriftlich vorliegenden Texten und dadurch, dass die Unterrichtssprache Deutsch ist, können sich auch solche Schüler stärker im Lateinunterricht einbringen, denen das Hören und Sprechen einer modernen Fremdsprache eher schwerfällt.

  1. Latein: Lernen mit System

Latein ist eine sehr systematisch aufgebaute Sprache. Deshalb ist es leicht, wenn man Lernstrategien übt. Das erproben wir gemeinsam für die verschiedenen Bereiche der Sprache: Vokabeln, Grammatik und anderes. Dabei werden insbesondere Lern- und Arbeitstechniken gefördert, die für andere Schulfächer und auch für dein späteres Berufsleben wichtig sind, wie z.B. Beobachtungsgabe, Konzentrationsfähigkeit, sprachliche Kreativität.

Einen Austausch zur aktiven Erprobung der Sprache bieten wir naturgemäß nicht: aber wir lassen die römische Antike bei Ausflügen lebendig werden, versuchen uns selbst als Archäologen oder bauen z.B. mal einen römischen Wachturm nach.

Folgende Exkursionen bieten wir an unserer Schule an: in Klasse 7 geht es in die Römervilla nach Ahrweiler, in Klasse 8 ins römische Köln und in Klasse 10 nach Trier.

  1. Latein hat Themen für jeden

Früher hat man im Lateinunterricht vor allem etwas über Helden und Kriegstaten gelernt. Heute sind die Themen vielfältiger. Wir entdecken u.a. den römischen Alltag (Schule, Sport, Spiel), Mythen und Geschichten (z.B. warum Europa etwas mit einem Stier zu tun hat, oder: warum es Zankapfel und nicht Zankbirne heißt…), römische Geschichte, Politik (z.B. was einen guten Politiker und was einen Schurken ausmacht, ) Aspekte des menschlichen Miteinanders (z.B. Freundschaft, Liebe) u.v.m.

  1. Unser Ziel: Das Latinum!

Neben den vielen beschriebenen Lerneffekten bietet Latein auch einen Abschluss an: das LATINUM. Das ist ein bundesweit anerkannter Abschluss, er wird mit dem Abitur vergeben, wenn du eine entsprechende Zeit das Fach Latein mit Erfolg bewältigt hast.

In unserer Schule bekommst du das Latinum, wenn du erfolgreich am Lateinunterricht von der 7. bis zur 11. oder von der 9. bis 12. Klasse teilgenommen hast.

An vielen Universitäten sind das Latinum bzw. Lateinkenntnisse Voraussetzung für das erfolgreiche Studium bestimmter Fächer, dazu gehören Deutsch, Geschichte, viele Sprachen, Philosophie, Theologie und andere. Genauere Angaben dazu erteilen die jeweiligen Universitäten.

  Summa Summarum

Valete!

Die Fachschaft Latein