Austausch, Innovationen und Lösungen – wichtige Begriffe, die nicht nur im Schulunterricht fallen. Doch wo begegnen uns, Schüler: innen, diese Begriffe außerhalb der Schule?
Ich war 1 von 120 Teilnehmenden, der 87. Young Leaders Akademie, die sich mit den Themen, Nachhaltigkeit und Mobilität auseinandersetzen durfte. Ich habe viele Engagierte kennenlernen dürfen, die alle möglichen sozialen Engagements haben. Politisch, sozial oder innovativ, alle Teilnehmenden haben ein breit gefächertes Interesse, ihr Umfeld zu begeistern, als auch zu verbessern.
Doch ganz allgemein gefragt, was ist die Young Leaders Akademie? Es ist eine Organisation, die junge Menschen dazu auffordern will, sich konsequent mit wichtigen Zukunftsthemen auseinander zu setzen. Dabei dürfen die Teilnehmer: innen mitdenken, mitreden und diskutieren. Egal ob im Plenum oder in Gruppenbesprechungen, es geht in allererster Linie darum, Perspektiven kennenzulernen und auch wenn man mal nicht einer Meinung ist, eine Lösung zu suchen.
Unser Alltag war unterschiedlich gestaltet, doch für Programm wurde immer gesorgt. Ob Vorlesungen von ausgewählten Professoren, verschiedenster Bereiche, als auch der Erfindung eines eigenen Produkts/einer Dienstleistung. Die Teilnehmenden wurden in unterschiedelichsterweise herausgefordert. Natürlich waren die Tage lang, doch wann hat man sonst die Möglichkeit eine eigene Zeitung mit Profijournalisten zu gestalten?
Persönlich hatte ich differenzierte Kurse belegt, wie etwa „Social Entrepreneurship", um ein soziales Produkt/Dienstleistung zu entwickeln, die auch Profit erreichen sollte. Das Finanztraining hat mir erste Einblicke in die Aktienwelt gegeben, um in Zukunft, eine kritische Denkweise gegenüber Investitionen zu gewährleisten.
Natürlich hatten wir auch nach dem Programm noch ein wenig Zeit für uns, auch wenn die meisten von uns es entspannter angingen. Wir hatten sowohl ein Sportangebot, als auch die Möglichkeit uns unabhängig von anderen Teilnehmern frei zu bewegen. Natürlich konnte man auch in der Jugendherberge seine Zeit verbringen, dort gab es meistens Spielabende, wobei man immer neue Menschen kennenlernen konnte.
Doch wie sieht denn so ein typischer Tagesablauf dort aus? – Unterschiedlich
Natürlich ganz banal gesagt, besteht so eine Reise natürlich aus aufstehen, Kurse wahrnehmen, zwischendurch essen, Sport, connecten und schlafen. Persönlich habe ich die Akademie als etwas aufregendes und Spannendes, gleichzeitig betrachtet. Man muss sich dem bewusst sein, dass man vor Ort mit ganz unterschiedlichsten Persönlichkeiten ist und man sich vielleicht auch erstmal an seine Umgebung eingewöhnen muss. Ist ja selbstverständlich – man kennt theoretisch niemanden. Trotzdem hat man sich nach dem zweiten Tag gefühlt, als ob man sich schon lange kennen würde.
Doch nun zur wichtigsten Frage – Würde ich es wieder machen? Kurz gesagt – Ja. Es hat mir verschiedenste Einblicke gegeben. Nicht nur dass wir Menschen etwas für die Menschheit tun müssen, Krisen beseitigen sollen, Hungersnöte unterbinden sollen. Es ging auch darum, wie wir durch eine Idee, etwas ganz Einzigartiges schaffen können. Eine Erfindung oder aber auch eine Entdeckung. Es ging darum sich zu trauen vor über 100 Leuten seine Stimme zu erheben, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, aber auch anderen Menschen zuzuhören. Es geht, um die Idee aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen. Dieses Gefühl wurde mir übermittelt.
In einem Satz, ich würde wieder an dieses Format dran teilnehmen wollen, weil es ganz viele Menschen zusammenbringt, die motiviert sind, sich zu engagieren und für sich, aber auch für Andere etwas zu tun, ganz freiwillig.
Bericht: Emely Bergerhausen







